Das Umweltministerium fördert Bau eines Ateliergebäudes
März 2012


Das Umweltministerium fördert in Spay am Rhein den Bau eines Ateliergebäudes in Brettsperrholzbauweise mit bis zu 40.000 EUR.

Die Bildhauerin und Objektkünstlerin Ute Krautkremer arbeitet vorwiegend mit den natürlichen Materialien Holz und Papier, wobei das Holz als Träger ihrer komplexen Papierabgüsse dient und letztlich für deren Stabilität und Formbeständigkeit sorgt. In ihrer künstlerischen Arbeit setzt sie sich mit Strukturen aus der Natur und de kulturellen Umgebung auseinander, sowie mit dem Prozess des Werdens und Vergehens.

Das doppelstöckig geplante Ateliergebäude, welches als Werkstatt und Kunstdepot vorgesehen ist, soll eine architektonische Einheit mit den aktuellen Arbeiten der Künstlerin bilden und ebenso deren Komplexität wiederspiegeln. Das Bauwerk wird somit selbst zum Kunstwerk. Die Gebäudegrundform wird durch ein Dreieck bestimmt, das einen schlichten und gleichzeitig spannungsreichen Raumeindruck bewirkt. Der Wunsch, ein Gebäude zu entwickeln, welches auf natürliche Baustoffe setzt, damit ein Äquivalent zu den Arbeiten der Künstlerin bildet und zugleich einen klaren und schlichten Rahmen schafft, lies die Wahl auf massive Brettsperrholzelemente fallen.

Die komplizierte Architektur, bedingt durch die eher untypische "Dreiecksgeometrie" des Gebäudes, kann über den rechnergestützten Abbund der vorgefertigten Holzelemente realisiert werden. Alle dabei ausgefrästen Öffnungen, wie Fenster und Türen, werden im Innenausbau für massive Brüstungen, Schiebetüren, Möbel, Regale und die vorgesehene Treppe eingesetzt, so dass ein "restmüllfreies" Gebäude entsteht. Die CNC-Technik der zum Einsatz kommenden Fünffachfräse wird so in ihren Möglichkeiten Kosten minimierend optimal ausgereizt.

Das Gebäude besteht letztendlich aus einem puristischen Holzbaukörper, der nach außen durch eine Fassade aus unbehandeltem Lärchenholz geschützt wird. Durch das hohe Maß an vorgefertigten Brettsperrholzelemente kann innerhalb weniger Tage das Künstleratelier errichtet werden.

Bei der Planung des Ateliers stellte sich heraus, dass ein hoch energieeffizientes Gebäude angesichts der diskontinuierlichen Nutzungszeiten vergleichsweise unwirtschaftlich gewesen wäre. Beim energetischen Konzept wurde daher das vorhandene Wohngebäude mit einbezogen, so dass die Energieeinsparung weit höher liegt, als dies sogar bei einem "passivtauglichen" Ateliergebäude der Fall gewesen wäre. Die Wärmeversorgung wird deshalb zukünftig für beide Gebäude über ein modernes Blockheizkraftwerk sichergestellt.

Dieses außergewöhnliche Projekt, das auf beeindruckende Weise die enormen Potenziale in der Holzbautechnik aufzeigt und zugleich einen architektonischen Akzent für den Naturstoff Holz setzt, wird durch das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" der Europäischen Union mit bis zu 40.000 EUR unterstützt.

[mehr Infos]

[www.krautkremer-art.de]
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