Freundeskreis des Strieffler-Hauses Landau / Strieffler Haus der Künste
 
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Frauenzimmer - Positionen zeitgenössischer Kunst aus weiblicher Sicht
17.09.17 bis 29.10.17

Vernissage am 17.09.17 um 14.00 Uhr
Die Künstlerinnen sind anwesend.

Marie Strieffler wählte als junge Frau einen Lebensweg, der zu ihrer Zeit, in den 1930er Jahren, keineswegs selbstverständlich war. Sie folgte dem Vorbild ihres Vaters und entschied sich für ein Studium an der Akademie und für die Kunst als Profession - trotz aller Vorbehalte und Vorurteile, denen sich Künstlerinnen immer noch ausgesetzt sahen. Aus Anlass ihres 100. Geburtstages präsentiert das Strieffler Haus der Künste drei Künstlerinnen aus drei Regionen und drei Generationen. Jede gestaltet mit zum Teil eigens für diese Ausstellung geschaffenen Arbeiten einen der drei Ausstellungsräume.

Ulrike Oeter (Jahrgang 1948) lebt und arbeitet in Rösrath/Köln. Ihr bevorzugtes Medium ist die Skulptur, die sie zu Installationen atmosphärisch verdichtet. Dabei arbeitet sie vor allem mit Papier und Textilien, beides vielfältig formbare und dynamische Materialien. So entstehen bewegte und bewegende Objekte zugleich. In den letzten Jahren beschäftigte sie sich mit dem Thema Erinnerung und verwirklichte Projekte im Schnittpunkt von Geschichte und Kunst.

Anja Schindler (Jahrgang 1963) hat sich nach vielen Jahren in Italien 2006 in Klotten/Mosel niedergelassen. Ihre künstlerische Arbeit wird geprägt durch die intensive Auseinandersetzung mit Themen aus Naturwissenschaft und Kulturgeschichte im Spiegel der Kunst. Ausgehend von Zeichnung und Malerei entwickelte sich ihre Formensprache ins Dreidimensionale; Rauminstallationen und Wunderkammern bilden heute einen Schwerpunkt in ihrem Werk.

Die Landauer Künstlerin Nicole Bellaire (Jahrgang 1972) setzt mit ihren Arbeiten einen Kontrapunkt in dieser Ausstellung. Bei ihr dominiert das Zweidimensionale; Zeichnungen, Bilder und Drucke bestimmen ihr künstlerisches Arbeiten. Die Natur ist ihr zentrales Thema - die Auseinandersetzung mit ihrem ästhetischen Wert, den ihr innewohnenden Strukturen, aber auch mit ihrer Zerbrechlichkeit.

Eingebettet in das historische Ambiente eines Künstlerhauses aus dem frühen 20. Jahrhundert gestalten die Künstlerinnen drei Erlebnisräume, die das Publikum in einen spannenden Dialog mit der Kunst und in die Kunst führen: Welche Themen und Motive greifen Künstlerinnen heute auf? Gibt es einen spezifisch weiblichen Blick? Welche Berührungspunkte gibt es zwischen den verschiedenen künstlerischen Positionen?

Öffnungszeiten während der Ausstellung:
Fr. bis So. von 14.00 und 17.00 Uhr


Links:
Bellaire Nicole (Rubrik KÜNSTLER)


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