Kunstverein Ludwigshafen am Rhein / Kunstverein Ludwigshafen am Rhein
 
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Emy-Roeder-Preis 2017 - Junge Rheinland-Pfälzer Künstlerinnen und Künstler
11.03.17 bis 30.04.17

Grußwort: Hartmut Hüfken, 1. Vorsitzender Kunstverein Ludwigshafen
Grußwort und Preisverleihung des Förderpreises und des Emy-Roeder-Preises 2017: Minister Prof. Dr. Konrad Wolf
Einführung in die Ausstellung und Künstlergespräch: Barbara Auer, Direktorin Kunstverein Ludwigshafen
Performance um 20.30 Uhr

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Adam Cmiel, Isabelle Faragallah, Sebastian Haslauer, Ekaterina Hildmann, Rieke Köster, Judith Leinen, Leonie Licht, Miki Lin, Friederike Nastold, Dominik Schmitt, Kathrin Schneider, Paul Schuseil, Tugba Simsek, Johannes Hugo Stoll, Lena Trost, Julia Lia Walter, Lisa Weber, Marie Welsche, Stephan Wiesen

"Ludwigshafen ist eine Stadt, die zeitgenössischer Kunst gegenüber offen ist und wo
der Kunstverein Ludwigshafen eine Kultur der Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen pflegt", so der rheinland-pfälzische Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf anlässlich der diesjährigen Vergabe des Emy-Roeder-Preises. Den Wettbewerb "Junge Rheinland-Pfälzer Künstlerinnen und Künstler - Emy-Roeder-Preis" lobt der Kunstverein Ludwigshafen bereits seit 1979 zusammen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Mainz aus. Alle drei Jahre können sich Nachwuchskünstler, die in Rheinland-Pfalz geboren sind, wohnen, arbeiten oder studierten, bewerben. 64 Künstlerinnen und Künstler wurden durch eine Fachjury bewertet und 19 für die Ausstellung ausgewählt. Sie zeigt einen breiten Querschnitt durch die junge rheinland-pfälzische Kunstszene; das Spektrum reicht von klassischer Malerei bis zu multimedialen Installationen. Der besondere Reiz des Wettbewerbs mit Ausstellung liegt auch dieses Mal wieder im Entdecken noch wenig bekannter junger Talente. Aus dieser Auswahl hatte die Fachjury in einer zweiten Jurysitzung die Aufgabe, die Träger des Emy-Roeder-Preises (5.200 EUR) und des Förderpreises (2.600 EUR) zu bestimmen.

Emy-Roeder-Preis 2017
Der Emy-Roeder-Preis 2017 geht dieses Jahr an Julia Lia Walter (geb. 1984).
Julia Lia Walter hat von 2006 bis 2012 an der Kunsthochschule Mainz bei Prof. Anne Berning studiert, setzte ihre Ausbildung an der Universität der Künste Berlin fort und beendete diese 2014 mit dem Meisterschülerabschluss bei Prof. Pia Fries. Seit Beginn ihres Malereistudiums galt und gilt ihr Interesse einem großen Thema: der Verbindung von Malerei und Videokunst. Auf der Suche nach einem medienübergreifenden Ansatz entwickelte die Künstlerin immer wieder neue Lösungsmöglichkeiten, um eine harmonische Symbiose von Malerei, Skulptur und Video zu schaffen. Ohne die drei unterschiedlichen Medien zueinander in Konkurrenz treten zu lassen, gelingt es Julia Lia Walter mit ihrer Installation "Amplitude" Malerei, Video und Klang so miteinander zu verbinden, dass jedes der Medien für sich alleine steht und zugleich harmonisch zu den anderen in Beziehung tritt. In wechselnden Konstellationen ist ein RaumKlang- und Farbenspiel zu erleben, das sich in einer Endlosschleife bewegt - ein faszinierendes Gesamtkunstwerk, dem man sich nicht entziehen kann.

Förderpreis 2017
Die Jury hat sich einstimmig entschieden, den diesjährigen Emy-Roeder-Förderpreis zu teilen und damit zwei künstlerisch herausragende und bereits sehr eigenständige Positionen auszuzeichnen.

Miki Lin (geb. 1986) hat Freie Kunst am Institut für Künstlerische Keramik und Glas an der Hochschule Koblenz studiert und 2015 ihr Studium mit dem Masterabschluss beendet. Miki Lin hat in ihrer künstlerischen Arbeit eine ganz eigene Strategie entwickelt, gedruckte Texte in einfache grafische Zeichen zu transformieren. Während sie einerseits über diesen zeichnerischen Abstraktionsprozess die Sinnhaftigkeit von Schrift aufhebt, legt sie gleichzeitig neue Bedeutungsebenen zu offen. Ihr künstlerisches Konzept, das auf dem Unkenntlichmachen von Schrift – und damit der Verbindung von Zeichen und Bedeutung - basiert, überträgt sie beispielsweise auf die Titelseiten der Süddeutschen Zeitung, den Berliner Stadtplan oder einen Deutschen Reiseatlas. Die Künstlerin hat mit ihrer äußerst filigranen Zeichentechnik eine ganz eigene Bildsprache entwickelt: Über die Methode der Dekonstruktion entlarvt sie die Kopplung von Zeichen und Sinn als Konvention und Setzung und führt dem Betrachter damit seine eingeschränkte, mitunter sehr eindimensionale Form der Wahrnehmung vor Augen.

Lena Trost (geb. 1985) hat ebenfalls das Studium der Freien Kunst am Institut für Künstlerische Keramik und Glas an der Hochschule Koblenz absolviert und gerade im vergangenem Jahr mit dem Masterabschluss beendet. Das Material, mit dem sie vornehmlich arbeitet, ist Glas, wobei sie sich bei ihrer multimedialen Installation Hear That Space (2016) nicht allein darauf beschränkt, sondern in einer medienübergreifenden Arbeitsweise ihre vielseitigen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Lena Trost hat mit ihrer Arbeit einen äußerst komplexen dreiteiligen Erfahrungsraum geschaffen, der die Sinne auf vielfältige Weise anregt. Darüber hinaus ist ihr mit Hear That Space eine im gesamten Erscheinungsbild ästhetisch sehr überzeugende, aus unterschiedlichen Materialien bestehende, raumgreifende Installation gelungen. Im Zusammenspiel verschiedener Medien verschmelzen Interaktion, taktiles Erleben sowie vielfältige räumliche und akustische Erfahrungen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.


Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. von 12.00 bis 18.00 Uhr
Sa. und So. 11.00 bis 18.00 Uhr
Jeden Samstag findet um 14.00 Uhr eine Führung statt.
Der Eintritt ist frei!



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