"Hüttenbrennen" - Neue Fotos eines alten Brauchs

Ausstellung im SWR-Studio Trier vom 28.01.10 bis 06.03.10

Vernissage 28.01.10 um 18.00 Uhr
Einführung: Marlen Meyer, Pädagogische Leiterin der VHS im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Musik: Achim Weintzen, Eifeler Singer/Songwriter  





Die Eifel brennt, so heißt es jedes Jahr am Fastensonntag, wenn sich die Dunkelheit auf die Bergkuppen der Westeifel, Luxemburgs und des südlichen Belgiens legt. Dort werden dann riesige Feuer entfacht. Ein Brauch, der seit mindestens 1.000 Jahren gepflegt wird. Und er ist auch heute noch lebendig ist: Eine Gaudi für die Dorfjugend, ein sinngebendes Zeichen für die Erwachsenen. Fotos dieses Brauchtums zeigt eine neue Ausstellung des SWR Studios Trier.

Die Fotografen Markus Brühl, Stuart Amour, Stephan Garçon u.a. haben sich vor knapp vier Jahren zum "Lichtbildner-Kombinat" zusammengeschlossen. Gemeinsam gehen sie größere Fotoprojekte an. Der Reiz der Zusammenarbeit liegt in den unterschiedlichen Perspektiven, die entstehen. Jeder kann unverkrampft seine eigenen fotographischen Ziele verfolgen. So ist auch aus der fotografischen Erfassung des "Hüttenbrennens" eine faszinierende Schau entstanden, mit Motiven vor allem aus den Eifeldörfern Wissmannsdorf und Oberweis.




 
Das "Hütten-" oder "Burgbrennen" ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. Mit dem mächtigen Feuer zeigte man dem Winter die Stirn und setzte der Sonne ein Lichtsignal. Heute werden neben einem Haufen aus Ästen, Reisig und Stroh meist ein mit Stroh umwickeltes Kreuz und zwei Kerzen auf Stangen entzündet, und nicht selten spielt eine Blaskapelle "Großer Gott wir loben Dich" dazu. In einigen Orten der Eifel und des Hunsrücks werden aber am "Scheiwen-Sunndich" auch brennende Räder oder Scheiben von einer Bergkuppe zu Tal gerollt, wie etwa in Gees bei Gerolstein und in Wadrill im Hochwald.

[www.lichtbildner-kombinat.de]


SWR Studio Trier
Hosenstraße 20
54290 Trier

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. von 10.00 bis 17.00 Uhr





 
zurück
  Kontakt
Impressum
Suche