hackstücke #1 - Neue Ausstellungsreihe des WHM
Vernissage am 05.03.10 um 19.00 Uhr

Ernst Ludwig Kirchner: "Drei Akte im Walde" (1934/35)
Öl auf Leinwand, 149 x 195 cm
Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
Unter dem Titel hackstücke beginnt das WHM eine neue Ausstellungsreihe, die einen vertiefenden Blick auf Meisterwerke der eigenen Sammlung wirft. Im Mittelpunkt der ersten Ausstellung steht Ernst Ludwig Kirchners Gemälde "Drei Akte im Walde" (1934/35), das zu den wichtigsten Beispielen seines abstrahierenden Spätstils zählt. Es bildet den Abschluss eines langjährigen Gestaltungsprozesses, in dem der Künstler anhand von Fotografien, Zeichnungen und Holzschnitten seine Bildvorstellung entwickelte, um sie am Ende auf die Leinwand zu übertragen. Die Ausstellung rekonstruiert die spannende Entstehungsgeschichte des Gemäldes und vereint zu diesem Zwecke seltene Leihgaben aus dem Kirchner Museum Davos, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, dem Saarlandmuseum Saarbrücken sowie aus Privatbesitz.
Begleitend erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Alexander Eiling und Herbert Nolden, die Kirchners Meisterwerk sowohl von kunstwissenschaftlicher als auch von restauratorischer Seite her analysieren.
Katalog:
Reinhard Spieler und Alexander Eiling (Hrsg.). Hackstücke # 1. Ernst Ludwig Kirchner: Drei Akte im Walde, 1934/35. 64 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Kerber-Verlag, Bielefeld; Preis: 15 EUR.
Begleitprogramm
07.03.10 | 15.30 Uhr
21.03.10 | 15.30 Uhr
04.04.10 | 15.30 Uhr
18.04.10 | 15.30 Uhr
02.05.10 | 15.30 Uhr
16.05.10 | 15.30 Uhr
24.05.10 | 15.30 Uhr (Pfingstmontag)
Öffentliche Führungen
11.03.10 | 16.00 bis 19.00 Uhr
Teachers' Night
Anmeldung:
Tel: 0 621 / 50 43 045
email: hackmuseum@ludwigshafen.de
06.05.10 | 18.00 Uhr
Ein Abend für Singles
Anmeldung:
Tel: 0 621 / 50 43 045
email: hackmuseum@ludwigshafen.de
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Videoplattform dis>play: "M+M"
06.03.10 bis 25.05.10
Montag (Synchronerzählung auf zwei Leinwänden)
1965 verkündetet der Vater der Videokunst Nam June Paik: "Das Fernsehen hat uns ein Leben lang attackiert, jetzt schlagen wir zurück!" Seither hat das bewegte Bild Kunstgeschichte geschrieben.
Mit der neu eingerichteten Plattform dis>play entstand im Wilhelm-Hack-Museum 2009 ein Ausstellungsschwerpunkt im Bereich der Neuen Medien. Die Präsentation von Videokunst war bislang eher eine Randerscheinung in der Gestaltung des Ausstellungsprogramms des WHM, ist aber unverzichtbarer Bestandteil in der Auseinandersetzung mit aktueller Kunst. Im ehemaligen "Studio" wird auch 2010 - im Rhythmus der großen Wechselausstellungen - jeweils eine Video- oder Projektionsarbeit gezeigt, zum Teil parallel zu Werkpräsentationen junger Positionen in der Rudolf-Scharpf-Galerie.
M+M
Das Künstlerduo M+M greift in seiner neuen Filminstallation „Montag“ eine Szene aus Stanley Kubricks Film SHINING auf. Gezeigt werden zwei exakt synchronisierte Versionen des gleichen ambivalenten Dialogs, einmal zwischen Vater und Tochter, das andere Mal zwischen Mann und Frau. In dem scheinbar alltäglichen Gespräch offenbaren sich unterschwellige Emotionen und Abgründe. Die Parallelszenen auf den Screens verwachsen zu einem virtuellen Gesamtbild und lassen ein atmosphärisches, fast musikalisches Netzwerk von Text und Motiv entstehen.
M+M steht für die künstlerische Zusammenarbeit von Marc Weis (*1965) und Martin De Mattia (*1963). Das Künstlerduo erhielt u.a. 1998/99 ein Stipendium an der Villa Massimo in Rom und 2006 an der Villa Aurora, Los Angeles. M+M lehrten als Gastprofessoren an der Akademie der Bildenden
Künste in München (2000/01), an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich (2001/02) und an der Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf (2008). Mit ihren Werken nahmen sie an zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen teil.
Schauspieler: Christoph Luser (Vater), Kathrin Anna Stahl (Mutter), Hannah Schmidt (Kind) | Material: 16mm auf HD | M+M , Montag (Synchronerzählung auf zwei Leinwänden), 2009 | Länge: ca. 9 min