Bezirksverband Pfalz / Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk)
 
"Jürgen Paatz" und "Neu kombiniert"
Zwei zeitgleiche Ausstellungen
30.11.07 bis 01.12.08

Unter dem Titel "Neu kombiniert" sind Werke (Malerei, Plastik und Grafik) aus eigenen Beständen zu sehen. Dabei handelt es sich zum großen Teil um Neuerwerbungen der letzten Jahre, kombiniert mit bereits etablierten und bekannten Highlights der Sammlung. Scheinbar Bekanntes wird frisch präsentiert und ermöglicht durch neue Zusammenhänge Neuentdeckungen.

Als Foyerausstellung zeigt die Pfalzgalerie unter dem Titel "Jürgen Paatz - Malerei. Optische und haptische Farbreize" aus Anlass der Schenkung von Arbeiten des Klever Malers eine Auswahl seiner Werke. Die monochromen Bilder und Tuchobjekte erlauben einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen der vergangenen 30 Jahre.


"Neu kombiniert"

"Neu kombiniert" bietet einen Überblick zu Positionen der Gegenwartskunst, erfahrbar in einem breit gefächerten Bogen an Exponaten: Neben herausragenden Werken Pfälzer Künstler werden aktuelle Tendenzen deutscher Kunst fokussiert und Beispiele internationaler Kunstentwicklung eingebunden. Dieser Überblick zeigt sowohl gegenständliche als auch rein konzeptionelle Kunst; neben Künstlern aus Deutschland sind auch Künstler aus Japan, Italien oder den USA vertreten. Die Ausstellung wirft auch einen Blick auf Neuerwerbungen und somit das Wachstum der Sammlungen des Museums. Hier wird die Kontinuität der Museumsarbeit sichtbar, das Bestreben, mit den Neuerwerbungen auf die historisch gewachsenen Bestände aufzubauen. Neben Ankäufen sind die Sammlungen durch Schenkungen, beispielsweise die Sparda Bank Südwest, die Saarferngas AG, die Volksbank Kaiserslautern-Nordpfalz und die Freunde der Pfalzgalerie, erweitert worden. Die Neuerwerbungen der Marianne und Heinrich Lenhardt-Stiftung werden 2009 in einer eigenen Ausstellung vorgestellt. Zur Ausstellung erscheint ein Faltkatalog, der in ein großes Poster verwandelbar ist.


"Jürgen Paatz - Malerei. Optische und haptische Farbreize"

Das Hauptanliegen von Jürgen Paatz ist Farbe. Für ihn steht die Farbmaterialität im Vordergrund seiner Bilder. In einem ununterbrochenen Prozess bearbeitet der Künstler die Farbmasse: Er reibt, drückt, bürstet, stampft und schleift die Eitemperafarbe auf den Bildträger, meist Nesselstoff, bis er die gewünschte Textur und Farbigkeit erhält. Aus der Ferne betrachtet wirken seine Arbeiten monochrom. Erst in der Nahsicht offenbart sich ihre Bildoberfläche, werden Strukturen, Farbnuancen und der eigene Charakter der Bilder sichtbar. Neben diesen optischen Anstößen, die gezielt das menschliche Auge ansprechen, spielen auch die haptischen Reize, die von der Oberfläche ausgehen, eine wichtige Rolle in der Rezeption von Paatz' Arbeiten. Die Farbstrukturen animieren nicht nur zum Sehen, sondern auch zum Tasten und überschreiten somit die übliche Wahrnehmungsgrenze eines Bildes.

Jürgen Paatz wurde 1943 in Wernigerode im Harz geboren. Er besuchte die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf und die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Seit 25 Jahren lebt und arbeitet er in Kleve.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitbroschüre.
 





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Blick in eine Präsentation aus eigenen Beständen mit Arbeiten der Künstler Erik Levine, Jerry Zeniuk, Stefan Pietryga und Gisela Kleinlein (v.l.n.r.).
Jürgen Paatz
Jürgen Paatz: "Rot mit Druckspur" (2004) Eitempera auf Nessel, 130 x 120cm