Christoph Menger definiert den Begriff "Abfall" einmal anders. Er stellt die Getränkedose als materiellen Rohstofflieferanten in das Zentrum seiner Arbeit. Ein Gegenstand, täglich weltweit millionenfach gekauft, geleert und auf die eine oder andere Art entsorgt, wird zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Gestaltung. Aus einer Vielzahl von Getränkedosen entwickelt Menger in mühevoller Kleinarbeit 3D-Bilder, Postkarten und Mosaikbilder.
Die einzelnen Bausteine, quadratische Pixel von 1 bis 2 cm sowie figürliche Motive wie z.B. Tiere und andere Figuren werden nach dem Abtrennen der Dosendeckel und Böden von dem Künstler mit Scheren aus dem Weißblech ausgeschnitten. Aus zahlreichen, oft tausenden, dicht nebeneinandergelegten kleinen Mosaiksteinchen nehmen die Werke zusehends Gestalt an.
Christoph Menger verwandelt somit auf intelligente und ästhetisch ansprechende Weise "Müll" zu farbenfrohen und phantasievollen Werken.