Landkreis S├╝dliche Weinstra├če / Kreisverwaltung S├╝dliche Weinstra├če
 
Ein SCHMUCKes Wochenende: "Schmuckdesign als Kunsthandwerk"
Pr├Ąsentation und Verkaufsausstellung
17.11.07 bis 18.11.07

Begleitprogramm

Samstag | 17.11.07 | 17.00 Uhr
"Glanzstücke"
Visionäre Szenen mit Fotopapierkleidern von Margarete Palz im Zusammenspiel mit Improvisationen der Saxophonistin Nicole Johaenntgen. Ensemble: Esther-Ruth Dörr, Rosa Maria Körfer, Yvonne Langner, Evelyn Müller und Michaela Rosar

Sonntag | 18.11.07 | 11.00 Uhr
Konzert Swing-Rock-Funk
Jazz-Combo der Big Band des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Bad Bergzabern. Leitung: Theodor Schmidt


Besprechung von Gabriele Weingartner, Die Rheinpfalz vom 19.11.07

Was noch lange auf den Netzhäuten erhalten bleibt

"Ein SCHMUCKes Wochenende" konnte, wer wollte, in der Kreisverwaltung der Südlichen Weinstraße erleben: mit den Goldschmiedinnen Karin Engelbrecht, Birgit Janson, Beatrix Rembold, Annette Schleuning und Stephanie Trauth, in deren Schmuck-Stücke sich nicht wenige Besucher regelrecht verliebten und diese auch tatsächlich - zwecks Verewigung dieses Gefühls - in ihren Besitz bringen wollten.

Solides Handwerk und Erfindungsgeist, sympathisches, sich verspielt gebendes Traditionsbewusstsein verbanden sich hier nicht selten mit dem Sinn für klare Formen und dem Gespür für seltene Steine. Mehr als schmuck jedoch, sondern schon fast spektakulär und auf jeden Fall extravagant, wenn auch für die Ewigkeit nicht konservierbar, erwies sich die Performance "Glanzstücke" mit den Fotopapierkleidern von Margarete Palz. Esther-Ruth Dörr, Rosa Maria Körfer, Yvonne Langner, Evelyn Müller und Michaela Rosar ergingen sich darin in ausladenden „Visionären Szenen", immer angelockt von der virtuos aufspielenden Schweizer Saxofonistin Nicole Johaenntgen, die nicht wenig zur suggestiven Kraft dieser Aufführung beitrug, ja, recht eigentlich für deren inneren Zusammenhang sorgte.

Manchmal erlahmte der etwas, was vielleicht damit zu tun hatte, dass das Umkleiden für die sechs beteiligten Vorführ-Damen zeitraubend und aufwendig war. Da jammerte dann das Saxofon, wenn es scheinbar nicht weiterging oder eine vermeintliche Verweigerung praktiziert wurde. Wenn sie aber dann erschienen, die unglaublichen und mit Leben erfüllten Kreationen der Margarete Palz, dann war das Entzücken und die Bewunderung groß ob der unerschöpflichen Fantasie dieser Künstlerin, die aus Fotopapier und dessen glänzend farbiger Wirkung unschwer eine grandiose Modenschau entwarf, die auch in Paris oder New York hätte stattfinden können. John Galliano, der Modechef von Dior, ist ja zur Zeit gleichfalls auf dem fantastischen Trip, wie man hin und wieder sogar in unseren deutschen Nachrichtensendungen sehen kann. Palz aber könnte ihm unschwer das Wasser reichen, vor allem mit ihren gigantischen Kopfbedeckungen. Seine Kreationen sind zudem für den Alltag genauso wenig zu gebrauchen wie die von Palz; Palz aber kommt wenigstens an die Südliche Weinstraße, wenngleich sie mit ihren preisgekrönten Schöpfungen die ganze Welt bereiste.

Und was heißt schon brauchbar? Für die Oper - die "Zauberflöte" etwa oder auch "Turandot" und "Die Frau ohne Schatten"- fürs Showbizz und fürs Musical wären die Kleider der Zweibrücker Künstlerin ideal. Aber auch im vergleichsweise nüchternen Ambiete der Kreisverwaltung fühlte man sich permanent in die unterschiedlichsten Epochen und Kulturkreise geworfen, spürte Japanisches, Ägyptisches, Chinesisches, Barockes, selbst Bauhausmäßiges auf. Und gerade die Symmetrie, die man an den Kleidern feststellen konnte, ihre Schmetterlingshaftigkeit irgendwie, machte nicht zuletzt ihre Schönheit aus. Denn die Unruhe war gezähmt, sie hatte System, war im weitesten Sinn auch geschlechtslos, wenngleich sich ausschließlich Frauen unter den manchmal auch wie schimmernde Rüstungen wirkenden Kostümen befanden.

Dass das starre Papier die Bewegungsfreiheit einengte, gewisse Körperposen wie ausgebreitete Arme oder fein abgemessene Schritte vorschrieb, die der flüssigen Dramaturgie, der Erfindung einer "Handlung" entgegenstanden: was soll's. Sorgsam die Beschaffenheit des Kreishauses ausnutzend, dessen Treppen und Flure, dessen Auf- und Abgänge, wurde den zahlreichen Zuschauern ein hoch ästhetisches Augen-Spektakel geboten, das wahrscheinlich noch lange auf den Netzhäuten erhalten blieb. Wenn die Saxofonstin innehielt, hörte man zudem das Knistern der Papiere. Das war eine Art von Musik, die sich kein Komponist hätte so konkret ausdenken können.


Annette Schleuning

Im Jahr 1998 hat Annette Schleuning die Goldschmiede in Wissembourg und das Atelier für Schmuckgestaltung an der Südlichen Weinstraße gegründet. Seit dieser Zeit ist Sie auf verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten.

Die Krone an der Hand: Lassen Sie sich von einem Ring verzaubern, den nicht nur unsere Weinköniginnen mit Begeisterung tragen. Goldschmiedemeisterin Annette Schleuning hat dieses Schmuckstück entworfen. Die Zacken sind von Zuchtperlen gekrönt und Kügelchen aus reinem Gold benetzen wie Tautropfen den Ring. Die Rose aus Koralle wird wie ein Schatz im Inneren gehütet. Angenommen, Sie hätten drei Wünsche frei. Welche anderen zwei würden Sie sich noch erfüllen?


Ausstellungen 2007 (Auszug):

- Internationale Messe Tucson (USA), "German Design with a French Touch"
- Ausstellung Galerie von Scotti (Mosel)
- Präsentation 20. Weintage Südliche Weinstraße mit Otmar Alt (Landau)
- eigene Schmucklinie anlässlich "300 Jahre Marschall Vauban", dem Festungsbaumeister
von Landau / Wissembourg

[www.goldschmiede-schleuning.com]


Annerose Hauck

Diplom-Designerin für Schmuck- und Gerätedesign
- geb. 08.07.1957 Landau (Pfalz)

1976-80
- Studium an der Fachhochschule für Gestaltung (Pforzheim) bei Prof. Reiling, Prof. Ulrich

1979
- Studienaufenthalt in Tokyo, Hiko Mizuno Jewellery Art School

1980
- Abschluß Dipl.-Designerin Schmuck- und Gerätedesign

1980-82
- Produktionsleitung in einer Pforzheimer Schmuckmanufaktur

1982-84
- freiberuflich tätig (Entwürfe / Modelle)

1984
- Eröffnung Schmuckatelier-Galerie Kreklow in Klingenmünster


Ausstellungen (Auswahl):

1977
- Stadtbibliothek Ludwigshafen, Assemblagen

1980
- Jablonek (UDSSR), Wanderausstellung Schmuckdesign

1980
- Spielcasino Baden-Baden, Schmuckdesign

1987
- Ateliergarten K.R. Ziellenbach, Jockgrim

1989
- Villa Streccius Landau, Künstler der Region, Malerei und Schmuckdesign

1990
- Immuno Heidelberg, immuno-art, Schmuckdesign

1991
- Kreisverwaltung Landau, Kulturtage

1997
- Kreisverwaltung Landau, Schmuckobjekte, Schmuckdesign

1999
- Nominierung zum Designpreis Rheinland-Pfalz
- Rathaus Wörth am Rhein, Schmuckdesign

2001
- Mercedes-Forum Stuttgart, Designer-Fashion Festival

2000
- Messeauftritt, Wirtschaftswoche Landau

2004
- Landesgartenschau Leverkusen


Karin Engelbrecht

Goldschmiedemeisterin, geb. 1958 in Hamburg, aufgewachsen in München, Goldschmiedelehre in Neugablonz, Kaufbeuren, Gesellenprüfung. Zurück in München, zwei Söhne, freie Schmuckdesignerin mit verschiedenen Ausstellungen. Meisterschule in München mit Abschluß Goldschmiedemeisterin. Seit 1994 in Landau eine eigene Ladenwerkstatt am Stiftsplatz 1

Schwerpunkte: eigene Kreationen, Unikate z.B. Broschen aus Zahnbürsten.Vorliebe für Perlen, Edelsteine. Schmuck soll Spaß machen, tragbar sein und die eigene Persönlichkeit unterstützen.

[www.Die-Goldschmiede.LD7.de]


Birgit Janson


Schmuckgestalterin, Goldschmiedemeisterin

1965
- geb. in Nordrhein-Westfalen

1985-94
- Ausbildung in Kaiserslautern und Pforzheim, Abschluss zur Gestalterin für Schmuck
und Gerät, Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk

seit 1994
- selbständig arbeitend in Germersheim in eigener Galerie-Werkstatt

Schmuckgestaltung ist ein Gesamtgefüge aus Form, Gestaltung, Funktion und Material. Die Abstimmung von Materialien und Formen werden maßgeblich von den Schmuckträgern bestimmt, die zu den Entwürfen inspirieren. Vorwiegend finden farbige Edelsteine Verwendung in Kombination mit Edelmetall, dabei werden klare Formen mit klarer Aussage bevorzugt. Der Umgang mit Menschen schafft immer wieder neue Ideen und Anregungen zu neuen Schmuckgestaltungen die in den neu geschaffenen Räumen der Galerie Werkstatt in der Sandstraße in Germersheim ihre Umsetzung finden.


Ausstellungen (Auszug):

seit 1995
- ständige Ausstellungen in den eigenen Räumen

1995, 1996,1998
- Staatspreis RLP

1997
- Atelier Stoff und Stahl, Schmuck Skulpturen

1999
- Kunstverein Germersheim, Zeughaus, "Kunst in Gewölben"

2001
- Staatspreis für das Kunsthandwerk RLP

2002
- prot. Kirche Germersheim, "Gebote in Bildern"
- Pfalzpreis für das Kunsthandwerk

2005
- Amtsgericht Germersheim, "Mit Recht Farbe"

2006
- Kunstverein Germersheim, Zeughaus "Kunst in Gewölben"

[www.goldschmiede-janson.de]


Beatrix Rembold

Seit 1993 ist das Goldschmiedehaus in Edenkoben eine Topadresse für Interessenten und Liebhaber von Schmuckstücken. Wer in der Vergangenheit davon ausging, dass es in einem Goldschmiedemeisterbetrieb nur Schmuck in den teuersten Preislagen gibt, wird hier angenehm überrascht sein. Für jeden Geldbeutel finden sich hier hochwertige Schmuckstücke. In hellen, modernen Räumen präsentiert sich Ihnen eine große Auswahl an Schmuck aus verschiedenen Materialien. Reparaturen, Anfertigungen und Umarbeitungen werden in der eigenen Werkstatt ausgeführt. Viele Kunden haben über die Jahre ihre Liebe für Schmuck aus dem Goldschmiedehaus entdeckt und bereiten sich oder ihren Liebsten eine Freude. Neben der hohen handwerklichen Qualität schätzen die Kunden auch die sehr persönliche Betreuung und Beratung. Ein Besuch ist das Goldschmiedehaus allemal wert. Die ruhige Geschäftslage in der Klosterstraße unterhalb des Klosters Heilsbruck, verbinden viele Kunden mit einem Ausflug oder Abend in der schönen Umgebung von Edenkoben.

Vita:

1983-87
- Ausbildung zur Goldschmiedegesellin bei Juwelier Voelcker in Neustadt an der Weinstraße

1987-93
- Goldschmiedegesellin und Goldschmiedemeisterin bei Juwelier Voelcker

1991
- Prüfung zur Goldschmiedemeisterin

1993
- Eröffnung des Goldschmiedehauses Beatrix Rembold in Edenkoben

[www.goldschmiedehaus.de]


Stephanie Trauth

- geb. 1974

1996-99
- Goldschmiedelehre in Neustadt

1999
- Kammersiegerin der Handwerkskammer Kaiserslautern, 2. Landessiegerin im
Leistungswettbewerb

1999
- Kunstschule Villa Wieser

1999-03
- Studium Edelstein- und Schmuckdesign an der FH Trier (Idar-Oberstein)

2001-02
- Praxissemester bei Antje Liebscher, Diplomdesignerin, Speyer

2003
- Abschluss als Diplom- Designerin (FH) im Studiengang Edelstein- u. Schmuckdesign
- Diplompräsentation Edelsteinbörse Idar-Oberstein
- "Designschmuck" mit Jungdesignern in Landau
- Bijouterie Goedert, Luxembourg, Grand Rue 1

2004
- freiberuflich tätig als diplomierte Schmuckdesignerin
- Modenschau im Alten Kaufhaus mit Profumo und Maren Exklusivmoden

2005
- Auslage diverser Exponate bei: Maren Exklusivmoden, Profumo, Nicolina Bardac,
Modedesignerin, Fa. Scharfe
- Villa Wieser, Herxheim, "Sturmfrei - inmitten der Kunst"
- St. Martinsmarkt, Erpolzheim

2004-06
- Weihnachtlicher Kunsthandwerker-Pavillon, Landau




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Margarete Palz
Margarete Palz Foto: Gerhard Heisler, Saarbr├╝cken