Stadt Rockenhausen / Kahnweilerhaus
 
Ursula Reindell: "Jahreszeiten-Lebenszeiten"
Malerei, Skulptur
28.10.18 bis 16.12.18

Vernissage am 28.10.18 um 11.00 Uhr
Einführung: Sigrid Brandstetter

 "Jahreszeiten-Lebenszeiten" steht für den zyklischen Wechsel, dauernde Bewegung und Besonderheiten der Farben in der Natur und der Falten, Schrunden und Spuren des Lebens. Jede Zeit hat ihren eigenen Reiz und Schönheit. Das wird exemplarisch in jahreszeitlichen Bildern, Portraits und Skulpturen von Ursula Reindell dargestellt. Die meisten Bilder sind in den letzten zwei Jahren entstanden, während die Skulpturen, ausdruckstarke Porträtköpfe, gemäß der Lebenszeiten ein Blitzlicht sind von Geburt bis Lebensende den Wandel aufzeigen und somit alt und neu sein können.
Dies ist das zentrale Thema von Ursula Reindell, in dieser Ausstellung.
 
In technischer und gestalterischer Vielfalt wird dieses Thema umgesetzt. Ausdrucksstarke Porträtköpfe und kraftvolle Statuetten stehen neben impressionistischen Bildern, die sich bis in die Unkenntlichkeit abstrahieren. Farbenfrohe Fahnen aus Reispapier ergänzen diese interessante Mischung. "Jahreszeiten-Lebenszeiten" soll uns an unsere Vergänglichkeit erinnern aber auch die Schönheit auf zeigen die jedem Lebensabschnitt innewohnt.
 
Ursula Reindell, die in Bad Kreuznach geboren wurde und 1966 in Bad Sobernheim Abitur machte, absolvierte ihr Kunststudium an der Hochschule für bildende Kunst und Werkerziehung der Universität Mainz und an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Seit 1976 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig, wobei sie ihr Weg von Hamburg über Schleswig-Holstein und den Westerwald wieder nach Bad Kreuznach führte. Besonders geprägt ist ihr Werk jedoch von zahlreichen Aufenthalten in Asien: auf den Philippinen, in Thailand, Sri Lanka und in Vietnam.
 
Unter dem Thema "Auszeichnungen und Ausstellungsbeteiligungen" lesen wir u.a. "5th International Biennale of Humor and Satire in Arts, Gabrovo, Bulgarien ('Preis für Skulptur' im Jahr 1981) - “Kunst- und Kulturpreis der Stadt Bad Kreuznach (2008)“ - "Auszeichnung für den künstlerischen und kulturellen Einsatz der deutsch-thailändischen Zusammenarbeit in Bangkok, Thailand (2012)." An internationalen Ausstellungen im Ausland beteiligt war Ursula Reindell u.a. in Manila, Taipei, Damascus, Bourg en Bresse, Kuusamo (Finnland), Hanoi, Trient, Bangkok und in Strasbourg. An Werken von ihr im sog. Öffentlichen Raum sind zu nennen: Eine Bronzeskulptur für die Grundschule in Winzenheim, eine Kerze für Amnesty International Bad Kreuznach, eine Stahlskulptur für die Feuerwache Nord Bad Kreuznach, sowie der "Wanderschuh" auf dem Trombacher Hof.
 
Im Werk der Künstlerin wechseln Malerei, Zeichnung und Grafik mit plastischem Gestalten ab. Sie verlaufen parallel, bedingen einander und die formalen Spannungen. Die Beschäftigung mit grafischen Techniken zieht sich durch das gesamte Werk Ursula Reindells. Ende der 1970er Jahre entstanden Grafiken, die sich vor allem dem weiblichen Akt widmeten.
Die Begegnung mit den Kulturen des ostasiatischen Raumes und die Auseinandersetzung mit ihrer in Jahrhunderte langer Tradition stehenden Kunst prägten die künstlerische Entwicklung Reindells, wie die Übernahme von Techniken, Motiven und Farben deutlich macht.
In der Technik der Lackmalereien wurde die Kreuznacherin durch einen international bekannten und renommierten Kollegen Fam Luc eingeführt, mit dem sie in Hanoi zusammenarbeitete. Sie übernimmt auch die Tradition der Verwendung von Silber- und Goldblättchen auf, deren schimmernden Glanz sie mit ihrer Farbpalette von warmem Gelb-, Rot-, Brauntönen verbindet.
 
"Die Beherrschung einer Vielfalt von Techniken, eine individuelle Thematik und Motivik und deren konsequente Weiterentwicklung unter unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsbedingungen in verschiedenen Kulturkreisen kennzeichnen das Schaffen Ursula Reindells", schreibt Dr. Nestler-Zapp am Ende ihrer Ausführungen.

Öffnungszeiten:
Do. bis So. von 15.00 bis 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung, Tel: 0 63 61 /10 89



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Kahnweilerhaus
Ursula Reindell: "Fr├╝hjahr", 2018, Foto: Ursula Reindell