Europa (ohne Grenzen)
Kunstverein Wörth am Rhein schreibt Ausstellungsteilnahme aus (Bewerbungsschluss: 20.02.18)


Europa ist wahrlich kein langweiliger Mitspieler im politischen und wirtschaftlichen Weltgeschehen. Doch auch auf menschlicher und kultureller Ebene "gibt es einiges her" - bei weitem natürlich nicht nur Positives.
Das Leben in Europa brodelt, Nachrichten drohen sich ein ums andere Mal zu überschlagen, es gibt Zeiten, da kann der Betrachter der Ereignisse meinen, die verschiedenen Staaten dieses Bundes überholen sich gegenseitig mit Maßnahmen, die vor Einigkeit nicht gerade strotzen. Seit einigen Jahren scheint das Staatenbündnis "bedroht" von der großen Flüchtlingsbewegung unserer Tage, wenn man den Äußerungen von PolitikerInnen und deren Wählern Glauben schenken darf; daraus entstehen neue Sichtweisen auf den ideellen Zusammenhalt und Zustand dieses Einig-Europa bzw. dessen Bestand ohne trennende Grenzen. Multikulti wird nicht mehr beschworen, ja scheint gar am Ende. Doch die Kultur bleibt ständig im Fluss und so auch deren künstlerische Ströme innerhalb und zwischen den Staaten.

Bewerbungsschluss: 20.02.18 (Datum des Poststempels)

[Bewerbungsunterlagen zum Download]

Bewerbungsbedingen
Altersbegrenzung: Keine
Örtliche Begrenzung: Deutschland
Teilnahmeberechtigt: Zeichnung, Malerei, Fotografie, Skulptur
Jury: noch nicht festgelegt
Ausstellung: 18.05.18 bis 17.06.18 Städtische Galerie Wörth a.Rh.


Künstler machen vor Grenzen nicht Halt- auch nicht vor imaginären.
Wie sieht der heutige Kunstschaffende diese Idee eines Europas, das einerseits freiheitlich-demokratisch ständig expandiert, aber gleichzeitig kleinstaatlerisch in Angst mit dem Wiederaufbau von Zäunen und Mauern agiert? Was hat die Kunst an Beitrag zu leisten angesichts eines europäischen Reichtums, der sich u.a. durch Waffenexporte in kriegsbedrohte Länder errechnet und gleichzeitig mit Abschottung operiert, wenn deren Betroffene durch Flucht sich mit ihrer Kunst und Kultur hier eine Existenz erarbeiten wollen? Welche Vorteile bieten sich generell für Künstler in einem Europa, das sich ohne Grenzen präsentieren will- oder sind es vielleicht eher Nachteile? Was sagt die Kunst zur Freiheit eines Staatengebildes ohne Grenzen? Bereichern die weggefallenen Grenzen mit ihrer sichtbaren kulturellen Vielfalt die Ausdrucksweisen innerstaatlicher Künstler oder irritieren sie eher?
Dies seien nur einige Betrachtungsaspekte des Themas. Der Wörther Kunstverein e.V. erwartet sich von den Ausschreibungsteilnehmern in den eingereichten Arbeiten eine sichtbare Bezogenheit zu den mannigfaltigen Bezügen, die sich auf ein Europa (ohne Grenzen) ergeben können.

Kontakt
Kunstverein Wörth e.V.
Christel Baldes
Richard-Wagner-Str. 23
76744 Wörth a.Rh.
website: www.kunstverein-woerth.de
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