Stadt Rockenhausen / Kahnweilerhaus
 
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Dr. Claudia Gross DUZA: "Verwoben"
Malerei
13.08.17 bis 17.09.17

Vernissage am 13.08.17 um 11.00 Uhr
Einführung: Antje Buchwald, Kunsthistorikerin

Claudia Gross ist in Rockenhausen keine Unbekannte mehr. Sie hat z.B. bei der Ausstellung "Kommt Kunst von Können?", der ersten Ausstellung in diesem Jahr im Kahnweilerhaus, mitgewirkt und auch bei verschiedenen Vernissagen im Museum Pachen bereits die Einführungen in die jeweiligen Ausstellungen vorgenommen und auch eine Buchvorstellung mit gestaltet.

"Während der Schulzeit belegte ich Arbeitsgemeinschaften in Fotografie, Keramik und Siebdruck. Bei zahlreichen Ferienaufenthalten in München besuchte ich die verschiedenen Kunstmuseen, besonders häufig die Graphischen Sammlungen. Nachdem ich Kunst als drittes Fach im Abitur absolviert hatte, schrieb ich mich 1986 in Bonn für Kunstgeschichte ein. Während meines Studiums in Bonn erlernte ich im Studio für Kunsterziehung der Friedrich-Wilhelms-Universität verschiedene Drucktechniken.1988 und 1990/91 schob ich je einen Studienaufenthalt in den USA am Augusta College, Georgia, ein und belegte dort Acrylmalerei.1998 schloss ich mein Kunstgeschichtsstudium mit der Promotion ab," berichtet uns die zur Zeit in Kaiserslautern lebende Künstlerin über ihre Ausbildung.

Das Thema "Frau" tauche immer wieder in der Kunstgeschichte und in der Kunst auf und habe sie stets interessiert, lässt uns Claudia Gross noch wissen. Sowohl in ihrer Magister als auch in ihrer Doktorarbeit habe sie sich mit der Darstellung der Frau in der Pop Art bzw. auch als Femme fatale in der Zeit um die Jahrhundertwende beschäftigt. Außerdem habe sie über Künstlerinnen wie Ursula Kirchner und ihre Scherenschnitte und auch über Ann Blaum gearbeitet.
Die Technik des Cut-out, die Gestaltung der weibliche Silhouette, der Körperhaltung und der Gestik, sei später dann ihr Motiv gewesen. Die Silhouette scheint ihr ein geeignetes Ausdrucksmittel zu sein, um eine Darstellung auf das Wichtigste nämlich Kontur und Form zu reduzieren. Es ist geplant, ein Bildarchiv zum Ausdruckspotential des weiblichen Körpers entstehen zu lassen.

Claudia Gross begann dann auch mit anderen Schnitttechniken wie etwa der Collage zu experimentieren. In den letzten Jahren fing sie an, Cut-out und Collage in Stoff zu übertragen, wozu wohl auch ihr Interesse, auf Papier zu nähen, beigetragen hat. Bei den Tissagen (frz.: tisser = weben) wird unterschieden zwischen denen mit gleichen Motiven, wobei das Ausgangsbild durch verschiedene Webtechniken verändert wird und denen, bei welchen zwei Bilder miteinander verwoben werden. Dabei ist die Assoziation der Verpixelung durchaus gewollt und soll an die Nachbearbeitung unserer schönen, neuen Welt erinnern.
Ausstellungen hatte die Künstlerin bereits in Wuppertal, Berlin, Holzminden, Landau, Stuttgart, Weilburg, Ramstein, Dahn, Marta (Texas),Kaiserslautern,Winston-Salem(North Carolina),Ferrara und in Conto sowie in der Abtei Brauweiler und im Schloss Lichtenwalde.


Öffnungszeiten:
Do. bis So. von 15.00 bis 17.00 Uhr
und nach Vereinbarung




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Claudia Gross DUZA: "You still look like a movie", 2016