Südpfälzische Kunstgilde e.V. / artgalerie am schloss
 
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Svenja Ritter: "Strange Aeons" | Dieter Huthmacher
Installation, Malerei, Grafik
14.01.18 bis 04.02.18

Vernissage am 14.01.18 um 11.00 Uhr
Bergüßung: Monika Cirica-Schneider, Gildepräsidentin
Musik: Dieter Huthmacher, Liedermacher

Svenja Ritters Ästhetik lässt sich als hochexplosiv feminin, intuitiv und zugleich hochkonzeptuell und tiefgründig beschreiben, eine Mischung von Elementen, die in einer Zeit denkwürdiger Lücken und Defizite in so mancher Kunst das "Prädikat Besonders Wertvoll" verdient. Die Werke stammen nicht nur aus der Tiefe des Bewusstseins, auch Unbewusstseins der Künstlerin selbst, sondern treffen kollektive Inhalte und holen tabuisierte Wahrheiten an die Oberfläche, ohne kopiert, zitiert oder trendmässig zu wirken. Natürlich trägt auch gerade Ihre Kunst der fotografischen Gestaltung ihrer Kompositionen dazu bei, Tiefe und eine spezifische Ästhetik zu vermitteln, bei der man zumindest mal an Man Ray oder Meret Oppenheim denken könnte. Nur die Inhalte setzen sich durch Svenja Ritters teils zeitlosen, teils gegenwartsbezogenen Antwortcharakter von dieser ästhetisierten Selbstbezogenheit der Moderne ab.
Svenja Ritters Kunst existiert im Licht der Verbindung von aussagekräftiger Moderne und der jetzigen Zeit, die aufgrund der Suche nach Antworten wieder anfängt, sich gerne auf diese Zeitspanne zu berufen, aber vielleicht ist sie ja auch bewußstseinsmässig noch gar nicht zu Ende.
Text : Galerie Petra Nostheide-Eycke

Dieter Huthmacher, 1947 in Pforzheim geboren, Grafik- und Malerei-Studium an der Kunst- und Werkschule in Pforzheim, ausgezeichnet u.a. mit dem Stipendium Villa Massimo, Rom, präsentiert seit 1970 seine Werke auf
Ausstellungen im In- und Ausland. Er ist Liedermacher und Kabarettist, Graphiker und Karikaturist, war Schüler von Gisela May, der berühmten Schauspielerin und Diseuse und feierte frühe Erfolge mit seiner Ex-Partnerin Karin Oehler als "Die Huthmachers".
Im Jahr 2000 startete Dieter Huthmacher seine Solokarriere und ist seitdem überaus erfolgreich mit seinen Mundart-Programmen unterwegs, wofür er mit etlichen Preisen ausgezeichnet wurde. Er ist regelmäßig im SWR4 Badenradio mit seinen Texten zu hören, spielt neben der Mundart auch Programme über Till Eulenspiegel "Huthspiegeleulenmacher" und über den Dichter Hermann Hesse "Nur ein Dichter wollt ich werden". Dieter Huthmacher zeichnet für die Pforzheimer Zeitung
und die Südwestpresse Horb eine wöchentliche Karikatur, wohnt in Pforzheim und betreibt dort eine Klein(e) Kunst-Galerie.

Dieter Huthmacher ist erfolgreich als Grafiker, Maler, Illustrator, Holzschneider und Karikaturist. Er hat in Pforzheim Grafik und Malerei studiert und wurde 1977 mit dem renommierten Villa-Massimo-Stipendium ausgezeichnet. Seit 1969 präsentiert er seine Kunst auf Ausstellungen im In- und Ausland und ist Illustrator zahlreicher Bücher verschiedener Verlage. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", und zeichnet seit Jahren wöchentliche Karikaturen für die Pforzheimer Zeitung und die Südwestpresse Horb. Den Liedermacher und Kabarettisten Dieter Huthmacher in ein paar Zeilen zu beschreiben, das ist ein bisschen so, als wolle man einen Elefanten mit einem Schmetterlingsköcher fangen. Nicht, weil der 66-Jährige über die Jahre aus der Form geraten wäre, sondern weil sein großes Talent, einfach nicht hinein passen will in ein so begrenztes Ding. Zu viele Kleinigkeiten, die den Pforzheimer so einzigartig machen. Sein spitzbübisches Lächeln beispielsweise, wenn er sich selbst mit der Gitarre begleitet und in seinem neusten Mundartprogramm "Macken Machen Lachen" über Politik, Liebe, Arbeit oder sonst eines der großen und kleinen Themen des Lebens singt. Bei Huthmacher fehlt es an nichts, nicht an Themenauswahl, nicht an Geist oder Lachgelegenheit. Und er besitzt die Gabe, seinem Publikum nach einer Reihe von Lachsalven zum richtigen Zeitpunkt einen Moment zum Durchatmen zu geben, ruhigere Töne anzuschlagen. "Alles was Heimat heißt, das gibst Du mir" oder "Träum' ich Dich her zu mir, schon bist Du da" singt er dann leise und stellt auch im romantischen Bereich unter Beweis, dass starke Bilder nicht kitschig sein müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Das wäre auch nicht seine Art, denn selbst nach mehr als 40 Jahren auf der Bühne ist der Pforzheimer noch immer vor allem frech, dabei aber nie ausfallend oder überheblich. Seine Texte sind aus dem Leben von nebenan gegriffen, aber nicht trivial. In bester Loriot-Manier decken sie schelmisch und geistreich die Absurditäten des Alltags auf.
Man lacht gerne darüber, vielleicht auch, weil Huthmacher ohne Fäkalsprache auskommt, es nicht nötig hat, andere zu beleidigen, um witzig zu sein und stets bescheiden bleibt.
Und für all das benötigt er dank seiner großen Bühnenpräsenz nicht mehr, als eine Gitarre, ein Mikrofon und eine Hand voll Requisiten, wie das Kopftuch und die Sonnenbrille, die ihn zur alternden Chanteuse werden lassen. Die trifft zwar keine Töne mehr, verbucht diesen Umstand aber unter künstlerischer Freiheit: "Ich liege nicht daneben, ich interpretiere!" Zum Glück 'interpretiert' Huthmacher noch nicht. So darf man hoffen, dass er noch viele Jahre auf der Bühne stehen und das kulturelle Leben der Republik bereichern wird, denn man muss ihn gesehen haben, diesen Huthmacher: Er macht lachen und lässt uns lachen und das ist heute so wichtig.
Text: Inga Läuter, Freie Journalistin

Begleitprogramm

28.01.18 | 19.00 Uhr
Huthspiegel Eulenmacher
Eintritt: 10 EUR 
Ort: artgalerie am schloss


Öffnungszeiten:
Do. und Fr. von 16.00bis 18.00 Uhr
So. von 15.00 bis 18.00 Uhr




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