Christoph Anschütz
 
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Die Bronzefische bestehen auch ohne eine Deutung und sprechen mit ihrer schroffen, morbiden Ästhetik und großen Ausdruckskraft für sich. Sie drängen sich dem Betrachter geradezu auf, ja bedrohen ihn fast mit ihren Zähnen und verwesenden Leibern und erzeugen so eine Faszination, die zwischen Anziehung und Abstoßung schwankt, so daß schon rein visuell und affektiv ein bleibender Eindruck entsteht.
Zugleich aber bieten diese seltsamen Fische dem Kontemplierenden auch die Möglichkeit einer interpretierenden Deutung: So erinnern sie in ihrer Anatomie an Tiefsee-Fische, an jene durch ihr Aussehen oft furchteinflößenden fremdartigen Kreaturen, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen und die wie geisterhafte Rätsel in den lichtlosen, unerreichbaren tiefsten Tiefen hausen, zwischen den Fundamenten unserer Welt. Der Künstler hat hier also etwas aus der Tiefe hochgeholt, etwas sonst Verborgenes sichtbar gemacht.

Auszug aus einem Text von Hans-Peter Anschütz



Präsenz von Christoph Anschütz im Rahmen des Projekts "Junge Kunst aus der Pfalz".
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz.