Stadt Rockenhausen / Museum Pachen
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"Lebensstationen - Kunststationen"
Dauerausstellung im Museum Pachen neu konzipiert
29.11.09

Nach dem Tod des Ehepaares Pachen wurde eine Neuordnung der Sammlung unter der Anleitung von Clemens Jöckle, Leiter der Städtischen Galerie Speyer, notwendig. Die Gründe dafür liegen in der Subjektivität der Sammler, die nicht systematisch bestimmte Epochen oder Werkgruppen oder Themen zusammentrugen, sondern ausgehend von ihren ureigensten Lebenserfahrungen die Werke auswählten. Beginnend in Spremberg in der damaligen DDR, dann nach der Umsiedlung in den Westen mit neuen Lebensstationen in Mainz und schließlich Rockenhausen trugen die Pachens durchweg über persönliche Kontaktaufnahmen zu unterschiedlichen Künstlern je nach Neigung diese Sammlung zusammen.

Die von dem Ehepaar Pachen zuletzt vor zehn Jahren eingerichtete Dauerausstellung lebte von den persönlichen Erinnerungen und Erzählungen des Ehepaares und konnte nur vor dem Hintergrund einer besonderen Rezeptionsgeschichte verbunden mit der ungewöhnlichen Lebensgeschichte bestehen, die den Besuchern ausführlich von den Sammlern erläutert worden sind. Sie wurden nie schriftlich festgehalten. Da dieser Aspekt nun unwiederbringlich fehlt, mussten die Bestände neu konzipiert werden.

Da die beiden bereits in der DDR ungegenständliche Kunst unter großen Schwierigkeiten gesammelt hatten, werden entsprechend der Devise "Lebensstationen = Kunststationen" folgende Themen präsentiert: Ungegenständliche Malerei, abstrakte Großplastiken, Neuerungen der figurativen Kunst (Spannung Ost - West), Moguntia aurea: Künstler aus Mainz nach 1945, Künstlergruppen in der Pfalz nach 1945. Auch die qualitätvolle Plastiksammlung der Pachens wurde bei der Neunkonzeption berücksichtigt. Vor allem sämtliche Entwicklungen der Plastik nach 1945 werden anhand der wichtigsten Künstler gezeigt.

Die grafische Sammlung der Pachens wird im Rahmen der Wechselausstellungen gezeigt werden. Darüber hinaus erarbeitet die Stadt Rockenhausen jährlich fünf weitere Sonderausstellungen und hat dafür entsprechende Partner gewonnen: nämlich den von dem Künstler Stefan Engel geleiteten "Verein Machart", die Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (apk), die Städtische Galerie Speyer. Gewichtig wird auch in diesen Räumen die Präsentation der Kahnweiler-Preisträger sein.




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