Stadt Landau in der Pfalz / Städtische Galerie Villa Streccius
 
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AGNESS und Nicole Bellaire: "...wie über ihrem Nest die Störchin kreist... - Chiffren der Natur"
Plastik, Zeichnungen, Druckgrafik und Malerei
20.10.12 bis 25.11.12

Vernissage am 19.10.12 um 20.00 Uhr
Begrüßung: Hans-Dieter Schlimmer, Oberbürgermeister der Stadt Landau
Einführung: Birgit Reich, Master Arts Management

Die Natur ist der Ausgangspunkt der Arbeiten der Künstlerinnen AGNESS und Nicole Bellaire. Sie schöpfen beide aus der Schöpfung. Naturobjekte werden aufgegriffen, weiterentwickelt und zu Geheimzeichen transformiert. Vielfach spielt die Beschäftigung mit dem Verborgenen, mit dem Unsichtbaren in der Natur eine Rolle bei den künstlerischen Arbeiten. Die Wahrnehmung wird dadurch geschärft und auf natürliche Phänomene gelenkt, die außerhalb der Kunst entweder übersehen werden oder gar nicht zu sehen sind. Durch das Changieren zwischen Realität und Abstraktion bringen beide Künstlerinnen Chiffren der Natur hervor. Diese Chiffren sind für den Betrachter nicht immer sofort erschließbar. Den Geheimcode zu knacken, der sich hinter den Chiffren verbirgt, sei es ein sinnlicher, erotischer, ästhetischer oder ornamentaler Code, ist Aufgabe des Betrachters. Die Fülle der Natur spiegelt sich in der Vielfalt der Chiffren wieder, die die Künstlerinnen in der Ausstellung zeigen werden.

Beide Künstlerinnen nähern sich den Naturformen über das Medium der Zeichnung. Den Schwerpunkt der Arbeiten von AGNESS bilden Plastiken aus Aluminium und lackiertem Kunststoff. Nicole Bellaire konzentriert sich auf den zweidimensionalen Bereich und zeigt Zeichnungen und Druckgrafik.

Zur Ausstellung erscheint ein [Postkartenkatalog].


AGNESS
  • Jahrgang 1954
  • lebt und arbeitet in Karlsruhe

1974-1976
  • Studium Kunsterziehung an der Universität Mainz

1976-1979
  • Studium Kunstakademie Düsseldorf, Stipendien in den USA

2002
  • Pfalzpreis für Plastik

Meine Skulpturen und Zeichnungen beziehen sich auf Formen, die ich der Natur entnehme. In Wäldern, Parks und botanischen Gärten sammle ich Früchte, Schoten, Samenkapseln und Blüten einheimischer, besonders aber auch exotischer Pflanzen. Das grundlegende Prinzip meiner Arbeit beruht auf einer maßstabsgerechten Vergrößerung der Vorlagen aus der Natur und der Annäherung an den Gegenstand aus verschiedenen Blickrichtungen.

Durch das Zeichnen der Naturformen kommt es zu einem Transformationsprozess. Es entsteht eine abstrahierende Formvereinfachung, die vor allem die Monumentalität steigert und neue Möglichkeiten der Farb- und Oberflächengestaltung eröffnet. Meine Skulpturen sind meist aus Kunststoff und Lack. In der Villa Streccius in Landau werde ich meine neueste Serie "Fleißig die Spindel drehend und meines Ehebetts wartend" zeigen. Diese Serie wird zehn Kunststoffskulpturen / Wandobjekte beinhalten, die als Bodenobjekte oder von der Decke herabhängend präsentiert werden.

Ausstellungen (Auswahl):
Pfalzgalerie Kaiserslautern, Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin, Zehnthaus Jockgrim, Architektengalerie München, Maison d'Art Alsacienne Straßborug


Nicole Bellaire
  • Jahrgang 1972
  • lebt und arbeitet in Landau

1992-1997
  • Studium Stadtplanung an der Universität Dortmund

2006-2009
  • Studium Bildende Kunst an der Universität Landau

2011-2012
  • Teilnahme am Mentoring-Programm für Bildende Künstlerinnen Rheinland-Pfalz

Meine Zeichnungen beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit Pflanzen, Metamorphosen, Wachstums- und Entwicklungsprozessen, die im Inneren der Pflanze stattfinden und daher für das Auge unsichtbar bleiben. Das Changieren zwischen gegenständlicher Andeutung und abstrakter Formbildung hebt die Energie und Vitalität des Verborgenen in der Pflanze hervor. Der dynamische Zeichenduktus verdeutlicht, dass es sich um Bewegungen - Wachstum, Entwicklung, Explosion … - handelt.

Die Formensprache der Pflanze, ihres Schattenwurfs und seiner Veränderlichkeit sind das Sujet meiner Holzschnitte. Ein größerer Werkzyklus beschäftigt sich mit dem Thema Muster und Ornament.

Tiere, Menschen, Gegenstände und abstrakte Elemente finden spielerisch Eingang in meine Collagen. Die Collageelemente befinden sich in offen gestalteten Räumen, die als Platzhalter fungieren für vielfältige Assoziationen und Träume.

Filigrane Zartheit "dominiert" meine Arbeiten. Der Betrachter ist aufgefordert seinen Blick zu entschleunigen und auf das Detail zu fokussieren, um mit meinen Arbeiten in Kontakt zu treten und ihren Inhalt zu erfahren.

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl):
Landtag des Landes Rheinland-Pfalz, Künstlermesse Mainz, Abgeordnetenhaus Mainz, Herrenhof Neustadt/W.



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