Stadt Speyer / Purrmann-Haus Speyer
Christiane Maether: "Florilegium - Blütenlese"
Malerei
12.02.12 bis 25.03.12
Purrmannhaus Speyer
Christiane Maether: "Florilegium - Musentanz", 2011

Matinee am 04.03.12 um 11.00 Uhr
"Malerei und Poesie - Tanz als Chiffre"
Die Künstlerin im Gespräch. Rezitation: Hans-Jürgen Herschel

Im Rahmen der Ausstellung von Christiane Maether veranstaltet das Purrmann-Haus Speyer eine Matinee zum Thema "Malerei und Poesie - Tanz als Chiffre".
Für Christiane Maether sind Malerei und Poesie eng miteinander verwoben. Ebenso spielt der Tanz, als vielschichtige Chiffre einer entrückten Welt jenseits der Realität, eine zentrale Rolle in ihrem Werk. Mehr darüber wird die Künstlerin persönlich im Dialog mit der Kunsthistorikerin Maria Leitmeyer erläutern. Zudem wird Hans-Jürgen Herschel Gedichte zu Thema "Tanz" rezitieren.

Unter dem Titel 2Florilegium2 ist ab 12.02.12 im Purrmann-Haus Speyer eine Ausstellung der Künstlerin Christiane Maether zu sehen. Florilegium ist der lateinische Begriff für Blütenlese. So ist die Künstlerin seit Beginn ihres Schaffens bis heute eine große Sammlerin von "Fundstücken", die ihr Quelle geistiger Auseinandersetzung und künstlerischen Arbeit sind. Sie trägt Zitate und Quellen aus der antiken Mythologie, aus der Welt der Literatur und Poesie, aus Philosophie sowie Kunst- und Kulturgeschichte zusammen. Zugleich ist ihr Atelier in Hambach eine kleine Wunderkammer, in der sich Gegenstände und Erinnerungsstücke ihrer Reisen finden, die sie ebenso beflügeln wie der Zypressenhain im Garten des Ateliers.

Diese "Blütenlese" der Inspiration findet in den Gemälden, den grafischen Arbeiten sowie in den Skulpturen Christiane Maethers künstlerischen Ausdruck: Untrennbar miteinander verwoben sind die Stränge der Literatur, der Kunst und auch der Musik. Das sinnhafte Dasein des Menschen ist stets im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit. Losgelöst von Zeit und Raum stehen das Wort und dessen bildnerische Umsetzung im Dialog mit dem Betrachter. Die Aura, die unmittelbare Ausstrahlung eines Werkes auf den Betrachter, entführt diesen auf eine ganz individuelle emotionale Gedankenreise.

So steht im Zentrum der Speyerer Ausstellung das großformatige Gemälde "Aura". Seit den 1990er Jahren gehören monumentale Frauenfiguren, inspiriert von der Kettenkarussellfahrt auf der Hambacher Jakobus-Kerwe, zu Christiane Maethers Hauptmotiven. Auch das in Speyer ausgestellte Gemälde ist in seiner Farbgewalt und dynamischen Bildkomposition Sinnbild des Schwingens, Chiffre für die Kraft des Augenblicks und der Manifestation desselben in der Ewigkeit. Es ist Symbol einer entrückten Welt zwischen Realität und Traum, zwischen Himmel und Erde.

Im Purrmann-Haus Speyer wird dieses monumentale Gemälde flankiert von Ölstudien der Werkgruppe "Musentanz". Inspiriert von der griechischen Mythologie begleiten sie, symbolhaft für die Künste, die Frauengestalt des zentralen Gemäldes. Wie die Fahrt im Kettenkarussell ist der Tanz vielschichtiges Symbol einer entrückten Welt jenseits der Realität. Sowohl in der Thematik der "Aura", der Metaphysik des Schwingens, als auch in der Verbildlichung der Musen verbirgt sich der Gedanke der Freiheit. Diese Vorstellung gedanklicher wie physischer Freiheit wird in Christiane Maethers Skulpturen der Speyerer Ausstellung aufgenommen: Ein ausdrucksstarker Bronzekopf mit dem Titel "Blume der Freiheit" sowie eine Flügelpaar aus Bronze sind zu sehen. Der Kreis des geistigen wie künstlerischen Konzepts der Speyerer Ausstellung schließt sich durch eine Reihe von Aquarellen zum Thema "Tanz" und "Reigen".


Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. von 15.00 bis 17.00 Uhr
Sa., So. und an Feiertagen von 11.00 bis 13.00 Uhr




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Christiane Maether: "Florilegium - Musentanz", 2011