Stadt Rockenhausen / Kahnweilerhaus
 
Gabriele Domay: "still LEBEN.art"
01.09.19 bis 27.10.19

Vernissage am 01.09.19 um 11.00 Uhr
Begrüßung: Martha Monsel
Einführung: Barbara Blum (Bad Bergzabern)

Die in Bad Bergzabern lebende und arbeitende Künstlerin ist in der Nordpfalz keine Unbekannte mehr, hat sie doch vor 20 Jahren schon einmal ihre Werke im Kahnweilerhaus präsentiert, bereits im Jahre 1992 in Obermoschel ausgestellt und 2014 zusammen mit Jutta Matzdorf auch im Museum Pachen ihre Kunst gezeigt.
 
"Papier hat es Gabriele Domay angetan. Für sie hat dieser Werkstoff eine dingliche Präsenz, die auch dem Rezipienten unmittelbar einsichtig ist. Zugleich schafft dieser Werkstoff Distanz. Es handelt sich dabei nämlich  nicht nur um ein Naturmaterial, sondern um eines, das in komplizierten Verfahren ursprünglich aus Pflanzenfasern hergestellt wurde,die durch Verfilzen, Verleimen und Pressen die glatte Oberfläche erhielten, die notwendig war, um darauf zu schreiben, zu malen, zu zeichnen und zu drucken. Besonders wertvolles Büttenpapier verwendet die Künstlerin für ihre Radierungen, Papierbahnen und Bodenelemente. In diesen Arbeiten vollzieht sich ihre Auseinandersetzung mit der sichtbaren Welt," schreibt Barbara Bechtel im "Kunstportal Pfalz" über Gabriele Domay.
 
Unter dem Titel "Papier-Bedeutungsträger für meine Formensprache" sagt die Künstlerin selbst zu diesem Thema: "Seit 1990 beschäftige ich mich intensiv mit handgeschöpftem Papier, das ich aus verschiedenen Altpapieren herstelle: Papier als Material für zweidimensionale Arbeiten und plastische Objekte. Seit etwa 15 Jahren fasziniert mich besonders auch der sakrale Raum, der eine zusätzliche Auseinandersetzung mit Transzendenz erforderlich macht. Die Leichtigkeit und die Transzendenz des Materials Papier sind hier die Ausgangspunkte: Rhythmen von Werden und Vergehen und Werden. Die Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raum, in dem ich ausstelle, ist mir immer wichtiger geworden. In Beziehung zu ihm entstehen Installationen, die sich auch mit den elementaren natürlichen Gegebenheiten auseinandersetzen: mit dem Tageslicht, in dem sich die Installation im Laufe des Tages verändert, mit der Raumposition und Raumfunktion, mit den Menschen, die den Raum nutzen."
 
Werke von Gabriele Domay wurden von der Stadt Landau angekauft, ebenso vom Kultusministerium Mainz, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, der Landesbibliothek Speyer, dem Diakonischen Werk Speyer, der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße Landau und Stora Enso Karlsruhe.
 
Folgende Objekte sind im Rahmen von Kunst am Bau zu besichtigen: Im Andachtsraum in der Forensik der Psychiatrie Klingenmünster, im Andachtsraum der Studentengemeinde Landau, im Speisesaal des Buthenschoenhauses Landau, in der Amalie-Sievekinghaus Kapelle Römerberg, im Wandfries in der Kirche Göcklingen und bei der Deckengestaltung im Hallenbad Mutterstadt. 1983 erhielt Gabriele Domay den Michael Putman Echting Preis London für Grafik und 1990 den 2. Preis der Kunstgilde Bad Bergzabern, Thema Grenzen.
 
Die seit 1983 freiberuflich tätige Künstlerin mit eigenem Atelier erhielt 1992 das Stipendium des Kunstfördervereins Donnersbergkreis für Malerei und war von 1991 bis 1995 Bezirkssprecherin des BBK für den Bezirk Pfalz. Von 2004 bis 2007 begleitete sie das Amt einer Mentorin im Mentorinnenprojekt des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz.
Gabriele Domay hatte bisher außer den bereits genannten noch Einzelausstellungen in Jockgrim, Germersheim, Lenningen, Bad Homburg, Gleisweiler, Speyer, Landau, Göcklingen, Dahn,Kassel, Neustadt, Albersweiler, Rottenburg, Kusel, Enkenbach, Rodalben, Karlsruhe, Gießen und in Alzey. Ausstellungsbeteiligungen hatte sie u.a. auch in Israel, Korea, Australien, Frankreich, in der Schweiz, in England und in Österreich.
 
Öffnungszeiten:
Do. bis So. 15.00 bis 17.00 Uhr

Links:
Domay Gabriele (Rubrik K├ťNSTLER)


[zur├╝ck]
Gabriele Domay
Gabriele Domay: "Korbbl├╝tler"