Stadt Rockenhausen / Museum Pachen
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Keramik-Symposium Gmunden 2009
12 europäische Künstler präsentieren Keramik der Gegenwart
06.09.09 bis 25.10.09
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht

Zwölf europäische Keramikkünstler nahmen Keramiksymposium Gmunden teil und stellen nun ihre Werke in Rockenhausen aus. Das Keramiksymposium in Gmunden hat sich als Treffpunkt internationaler Künstler etabliert.

Erklärtes Ziel ist es einerseits, europäische KünstlerInnen und deren Austausch untereinander zu fördern und andererseits das in der zeitgenössischen Kunst oft abschätzig betrachtete Material Keramik innerhalb der Kunstszene zu etablieren. Es entstehen interessante Keramikkunstwerke, die regelmäßig Fachbesucher aus nah und fern anziehen. Nach Stationen in Österreich, in Deutschland (Keramikmuseum Westerwald - Höhr-Grenzhausen) und Italien ist die Wanderausstellung nun im Museum Pachen zu sehen. Die Exponate wurden aus den entstanden Objekten von einer internationalen und hochkarätigen Fachjury ausgesucht und garantieren Niveau und Qualität auf höchster Stufe. Zwölf KünstlerInnen aus ganz Europa zeigen ihre Werke in Rockenhausen. Über fünf Wochen entwickelten sie im keramischen Schaffensprozess einzigartige Kunst. Durch kreative individuelle Ideen der einzelnen Teilnehmer sind ausdrucksstarke Keramiken entstanden.

Im zweijährigen Turnus werden von einer Jury bestehend aus Fachjournalisten, dem Kustos am MAK (Wien), der Kuratorin am Musée des Art Decoratifs (Paris), den Direktoren des Westerwaldmuseums und Keramikmuseums Faenza sowie Keramikkünstlern je zwei Künstler pro Nation benannt, die an diesem Symposium im Salzkammergut in Österreich teilnehmen dürfen. 2008 waren dies Ingrid Askeland (Nor), Doris Becker (L), Roberto Cambi (I), Coralie Courbet (F), Raphael de Villers (F), Stefan Engel (D), Silvia Mornati (I), Johannes Nagel (D), Iva Ouhrabková (Cz), Silvia Siegl (Ö), Petra Stastná (Cz) und Elisabeth Wedenig (Ö).

Die Künstler trafen sich in einem eigens dafür eingerichteten Stockwerk der Keramikfabrik Gmunden für fünf Wochen zum gemeinsamen Arbeiten. Überraschend war dabei, dass keiner der zwölf Künstler mit Gefäßkeramik im eigentlichen Sinne befasste; allen gemeinsam war dagegen die Suche nach "neuen Wegen für die Keramik" – so auch der Titel des Katalogtextes von Prof. Love Jönsson (Universität Göteburg). Diese neuen Wege reichen von Werken, die sich mit ursprünglicher Freude dem Fabulieren in Ton befassen bis hin zu Werken, die die Serienproduktion von Gebrauchskeramik ironisieren. Es finden sich in Exponate wie das schrill-phantastische Vision eines "Alien" des Italieners R. Cambi oder der keramische Ehevorbereitungskurs der tatsächlich vor der Eheschließung stehenden Österreicherin E. Wedenig, eine Werkgruppe aus archaischen Gefäßen, die mit biederen Stickereien und Strickmustern umfangen sind.

Zur Vernissage am 06.09.09 sind aus Gmunden der Vizebürgermeister Gottfried Schrabacher, Vositzender des Vereins zu Förderung Europäischer Keramikkünstler sowie Ursula De Santis - Öffentlichkeitsarbeit während des Symposiums, angereist. Bürgermeister Seebald und Stefan Engel führen in die Ausstellung ein. Marcus Waldner, Soloschlagzeuger am Pfalztheater Kaiserslautern, entlockt zur Eröffnung dem Tönernen Töne und Rhythmen!

Stefan Engel aus Schweisweiler hatte als Teilnehmer des Symposiums einerseits und Vorsitzender des Vereins MachArt andererseits die Idee, die Ausstellung nach Rockenhausen zu holen; der Großzügigkeit Gmundens und der österreichischen Sponsoren ist zu danken, dass Ausstellung und Ausstellungstransport realisiert werden konnten. Die Ausstellung wird im Anschluss in Innsbruck - Kaiserliche Hofburg, Luxembourg - Schloss Bourglinster und Faenza - Museo Internationale delle Ceramiche zu sehen sein.



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