Stadt Speyer / Purrmann-Haus Speyer
000_blank
Sehnsucht nach dem Anderen - Eine Künstlerehe in Briefen 1909-1914: Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann
Ausstellung und Buchvorstellung
23.01.19 bis 17.03.19

Buchvorstellung mit Ausstellungseröffnung am 23.01.19 um 19.00 Uhr 

Der Briefwechsel des Malers Hans Purrmann (1880–1966) sowie seiner Frau und Künstlerkollegin Mathilde Vollmoeller-Purrmann (1876–1943) der Jahre 1909 bis 1914 erzählt die spannende Geschichte aus der Anfangszeit ihrer Künstlerehe in Deutschland und Frankreich. Entgegen den gesellschaftlichen Konventionen der Zeit finden die Stuttgarter Industriellentochter und der Handwerkersohn aus Speyer zusammen. Sie lernen sich näher kennen und lieben, heiraten und gründen eine Familie.
Die nun erstmals veröffentlichten Briefe des Künstlerpaares sind Zeugnisse des intensiven persönlichen wie künstlerischen und intellektuellen Austauschs der beiden Matisse-Schüler. Ausstellungen, Literatur sowie wie Theater- und Konzertbesuche werden diskutiert, über die eigene künstlerische Arbeit wird berichtet und reflektiert. Verbunden in ihrer Leidenschaft für die Malerei haben Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller ihren festen Platz im Pariser Netzwerk der Klassischen Moderne. Im Leben wie in ihren Briefen begegnen sie sich auf Augenhöhe.
 
Die bisher unbekannten Briefe des Künstlerpaares aus den Beständen des Purrmann-Hauses Speyer und des Hans Purrmann Archivs in München werden von Felix Billeter und Maria Leitmeyer kommentiert und heraus­gegeben. Die Korrespondenz wird durch einen Essay von Peter Kropmanns (Paris) und Beiträge der Herausgeber über die Pariser Jahre Hans Purrmanns und Mathilde Vollmoeller-Purrmanns ergänzt.
 
Mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der Briefe aus dem Archiv des Purrmann-Hauses Speyer und dem Hans Purrmann Archiv in München sowie der Erschließung und Nutzbarmachung dieses umfangreichen Konvoluts authentischer Quellen konnte ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Forschung zu Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller-Purrmann gelegt werden. Die Veröffentlichung der ausgewählten Korrespondenz enthält wichtige Informationen zur Biografie und zum OEuvre des Künstlerpaares sowie zur Kunst- und Kulturgeschichte des beginnenden 20. Jahrhunderts. Zugleich wirft sie einen Blick auf die Rolle der Künstlerinnen um 1900. Auch die Thematik der Künstlerehe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird in bedeutsamer Form greifbar. So reiht sich die Briefedition ein in die wissenschaftliche Bearbeitung vergleichbarer Künstlerpaare der malerischen Avantgarde wie Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Auguste Rodin und Camille Claudel.
 
Die Publikation wurde gefördert von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Hans Purrmann Stiftung und der Kulturstiftung Speyer.
 
Öffnungszeiten:
Di. bis Fr. von 15.00 bis 17.00 Uhr
Sa. und So. von 11.00 bis 13.00 Uhr



[zurück]