Kunstverein Germersheim / Zeughaus Germersheim
vorORT - Reinhold Braun | Friedrich Dickgiesser | Leander Kresse
Malerei
03.09.22 bis 02.10.22

Vernissage am 03.09.22 um 17.00 Uhr
Begrüßung: Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim
Marita Mattheck, Vorsitzende des Kunstvereins Germersheim

Reinhold Braun
Geheimnisvoll, allerdings mehr im Sinne von rätselhaft, erscheinen die Bilder von Reinhold Braun. Seine Bilder sind oft Fallen, aufgestellt um unsere Blicke einzufangen und so dann die eigene Interpretation des Gesehenen zu verstricken. Er möchte “leere Bilder“ malen, denn sie sind die Fallen. Dies alles ist aber weder das Zeigen dessen was ist, noch die Andeutung dessen was da sein könnte, sondern das Zeigen dessen, was da sein könnte, durch Andeutung dessen was ist.
Reinhold Braun betreibt eine Traumatisierung der Abstraktion. Seine entscheidenen Momente in diesem Prozess sind Geschwindigkeit, Täuschung und Position. Definieren wir das Wesen des Kunstbetrachters als interpretierenden Blick, so wird er sich in einem in sich stimmigen, der Entschlüsselung aber letztlich nicht gänzlich zugängigen Bild eher verlieren als sonstwo in der Welt. Und zu dieser seltenen Art gehören die Bilder von Reinhold Braun.

Friedrich Dickgiesser
Ein lineares Formengerüst ist Ausgangsbasis für meine Bilder. Durch Farben erzeugte Kontraste gebe ich den Bildern jeweils eine eigene Stimmung. Das Formengerüst wird aus der Tube frei gezogen, während die restlichen Farbkontraste tradiert mit Pinsel und Farbe aufgetragen werden. Die letztendliche Form entwickelt sich beim Malen selbst. Ich will eine spontane, teils zufällige und dennoch kontrollierte Bildidee vermitteln. Titel sind zufällig, willkürlich, der Bildstimmung untergeordnet.

Leander Kresse
Ich beschäftige mich vorzugsweise mit Landschaft. Meine Bilder sind von der gesehenen Landschaft inspiriert, bilden aber keine realen Orte ab. Es sind vielmehr "Ortsbehauptungen", da ich typische Strukturen offenlege, abstrahiere und dann eigenständige allgemeingültige Räume erschaffe. Ich arbeite mit Gewebeklebebändern, Leimfarbe und Ölfarbe auf Moltonstoff. Es ist mir wichtig, dass meine Bilder eine sinnlich haptische Oberfläche haben und somit einen Gegenpol zur multimedialen Glätte unserer Zeit bilden.
Meine Bilder illustrieren kein Konzept. Mir geht es um das Bild als kulturelle Errungenschaft. Ich bin Bildermaler. Die Corona-Pandemie hat mich zu einigen politischen Bildern motiviert. In Ihnen geht es um den Verlust und die Missachtung der Kultur, aber auch um Widerstand und Neuanfang.

02.10.22 von 14.00 bis 18.00 Uhr
Finissage 
KunstCafé von 15.00 bis 17.00 Uhr | Künstlergespräche von 17.00 bis 18.00 Uhr

Öffnungszeiten:
Sa. von 15.00 bis 18.00 Uhr
So. von 14.00 bis 18.00 Uhr



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