Landkreis SĂĽdwestpfalz / Kreisgalerie Dahn
 
Armin Liebscher: "under a wandering star"
28.05.06 bis 25.06.06

Armin Liebscher verfügt über ein Bildrepertoire, das aus einer Fülle von Seherlebnissen schöpft. Sie basieren auf seinen ausgedehnten Reisen in aller Herren Länder, etwa in den Vorderen Orient, nach Indien oder Südostasien. Von ihnen erzählen seine Bilder, aus ihren Lebenswelten hat er seine Motive gewonnen, abgeleitet, verformt, verfremdet, um sie wieder neu zu erfinden. Vom Gegenständlichen zum Ungegenständlichen und wieder zurück, aus diesem doppelten Prozess hat er seinen eigenen Formenkanon geschaffen, der auf Bekanntes verweist, aber nicht abbildhaft sondern als Sinnbild, als ein Zeichen.

Landschaften mit Tempeln und Kuppeln, Heiligtümern und Statuen sind auf seinen Bildern zu sehen und trotzdem ist Armin Liebscher kein Maler exotischer Reisebilder. Die Variationsbreite der Reisesujets steckt nur den äußeren Rahmen ab für einen persönlichen Bilderkosmos, mit dem er auf verschiedenen Ebenen reagieren kann, stimuliert durch sein großes Interesse am Ethnologischen. Literarische Anspielungen, subjektive Reflexionen verschlüsseln und verrätseln die Bilder, doch bleiben allgemeine Zusammenhänge im Blickpunkt: Das Einfache im Komplexen, die Leere in der Fülle, die Transparenz in der Dichte.

Ein Haus, ein Boot, eine Schale, Früchte und Blüten sind wiederkehrende "Basisformen", wie Armin Liebscher sie genannt hat, weil sie in fast allen Kulturen zu finden sind und an Urformen erinnern. Durch die wiederholte Verwendung in seinen Bildern werden sie bedeutungsvoll aufgeladen, stellen Verbindungen her zur mythischen Tradition.

Dr. Ulrike Hauser-Suida





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Armin Liebscher
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