Landkreis S├╝dwestpfalz / Kreisgalerie Dahn
 
Dankmar Fuhrbach: "Meditation in Farbe"
11.01.04 bis 08.02.04

"Meditation in Farbe"

Die Bilder des Dankmar Fuhrbach, die derzeit in der Kreisgalerie zu sehen sind, sprechen eine eigene Sprache. "Meditation in Farbe" ist denn auch der Titel der Ausstellung des wortkargen Künstlers, der lieber seine Bilder sprechen lässt, als selbst große Worte zu machen. Dabei sind Worte und Erklärungen auch nicht nötig, denn Fuhrbachs Arbeiten laden zum Träumen und "Insichverweilen" ein, wobei jeder Erklärungsversuch nur störend wirken kann ...

"Einsamkeit", "Zweisamkeit", "Gemeinsamkeit", "Verschiedenheit" sind die Titel eines beeindruckenden Zyklus, in dem das charakteristische der Fuhrbachchen Handschrift besonders zum Ausdruck kommt. Der Künstler versteht es meisterlich, seine Figuren auf ein Minimum zu reduzieren, ohne ihnen dabei Ausdruckskraft und -stärke zu nehmen. Nur selten werden aus seinen Reduzierungen Abstraktionen. Meist bleiben die durchaus realistischen Bezüge, denen sich der Maler bediente, erhalten.

Beeindruckend auch sein Spiel mit den Farben, die er harmonisch zu kombinieren weiß, wobei er sich der getragenen, ruhigen Erdfarben ebenso bedient, wie den zarten Pastelltönen und den kräftigen Grundfarben.

Fuhrbach betreibt seit 1970 als Kunstschmied und Metallgestalter in Frankenthal eine eigene Werkstatt. Seine Arbeiten erstrecken sich dabei von kunsthandwerklichen Gebrauchsgegenständen, bis hin zu rein künstlerisch gestalteten Schmiedeplastiken.

Aus diesem, seinem Beruf resultiert auch die Freundschaft zu dem Frankenthaler Bildhauer Erich Sauer, mit dem er gelegentlich schon zusammengearbeitet hat. In dem Porträt des Bildhauers, bei dem ein schonungsloser Zeichenstift alle Kanten und Ecken eines gelebten Lebens erbarmungslos festgehalten hat, zeigt sich Fuhrbach als Fachmann eines Genres, das nur der beherrscht, dessen Kunst im handwerklichen Können verankert ist.

So steht bei dem Frankenthaler Künstler auf der einen Seite das professionelle Handwerk, auf der anderen Seite die ebenfalls auf profunden Kenntnissen basierende Malerei, die Fuhrbach als die eigentliche Kunst seines Schaffens betrachtet. Denn intensiv beschäftigt sich der 1941 in Worms geborene Künstler erst seit 1992 mit der Malerei, die zunehmend mehr und mehr Raum seiner Arbeit einnimmt. Sein inzwischen recht umfangreiches Werk ist von expressionistischen Landschaftsdarstellungen bis hin zu abstrakten, rein farblichen Kompositionen geprägt.

Nachdem er den Umgang mit Farben, noch heute bevorzugt er das schnelltrocknende Acryl, erlernt hatte, studierte er intensiv die Arbeiten von Paul Cézanne und befasste sich mit den Werken anderer großer Maler, die ihm zur Intuition wurden, ohne dabei Vorlage zu sein. Denn Fuhrbach befleißigt sich längst eines eigenen, recht eindrucksvollen Stils.

Lilo Hagen, Dahn




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Dankmar Fuhrbach: " Erich Sauer"