Bezirksverband Pfalz / Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk)
 
Hans Purrmann
Malerei, Grafik
28.05.10 bis 19.09.10

Das Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern zeigt Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken des Pfälzer Malers und Grafikers Hans Purrmann, der zu den bedeutenden deutschen Künstlerpersönlichkeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt.

Hans Purrmanns Landschaften, Stillleben, Porträts und Aktdarstellungen geben einen 50 Jahre umfassenden Einblick in sein malerisches und grafisches Werk. Zeit seines Lebens blieb die Naturbeobachtung Ausgangspunkt seines Schaffens. In Verbindung mit der Natur, aber doch unabhängig von ihr, entstand ein Farblichtraum auf der Bildfläche, der die Wirklichkeit in eine poetische Dimension verwandelt.

Malerei bedeutete für den Pfälzer Künstler, der 1880 in Speyer geboren wurde und 1966 in Basel starb, die Verdichtung seiner Gefühle, die er unmittelbar in Farbe umsetzte. Kennzeichnend für seine Malweise sind eine am Fauvismus geschulte leuchtende Farbgebung und eine dekorative, ornamental verstandene Note, die er dem deutschen Spätimpressionismus verlieh. Purrmann studierte zunächst an der Münchner Akademie, bevor er Mitglied der Berliner Sezession wurde. Von 1905 bis 1914 hielt er sich in Paris auf, wo er im berühmten Café du Dôme verkehrte, in dem deutsche Künstler verkehrte; er wurde Schüler und Freund von Henri Matisse sowie Mitbegründer der Pariser deutschen Matisse-Schule. Ab 1916 lebte er in Berlin und Langenargen am Bodensee und von 1935 bis 1943 in Florenz. Danach lebte er bis zu seinem Tod in Montagnola am Luganer See.

Zur Ausstellung erscheint die 44-seitige Publikation "Hans Purrmann: 'Der Natur entrücke ich mich niemals'" mit zahlreichen Abbildungen. ISBN 978-3-89422-168-3.
 





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Hans Purrmann
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