Bezirksverband Pfalz / Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk)
 
Leiko Ikemura
Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen
27.11.04 bis 30.01.05

Vom 27.11.04 bis 30.01.05 stellt die Pfalzgalerie Kaiserslautern Werke der japanischen Künstlerin Leiko Ikemura vor. Mit rund 70 Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen wird ein repräsentativer Querschnitt ihrer künstlerischen Arbeit von 1990 bis 2004 gezeigt.

1951 in Tsu, im Land der aufgehenden Sonne, geboren, kam Ikemura schon vor über 30 Jahren nach Europa. Heute lebt sie in Köln und Berlin und lehrt als Professorin an der Universität der Künste in Berlin. Seit vielen Jahren ist sie in der internationalen Kunstszene
präsent und hoch angesehen. 2002 hat ihr die Kölner Kunstmesse eine Einzelpräsentation im Rahmen der Sonderschau "Skulptur" gewidmet.

Ihr kulturelles Grenzgängertum und ihre regelmäßigen Ortswechsel spiegeln sich in Ikemuras Werken wider. Die menschliche Figur als Frau oder Mädchen, bisweilen reduziert zu einer Säulen- oder Vasenform, ist ihr zentrales Thema. Gleichsam aus einer amorphen Ur-Masse entstehend, scheinen die Körper in den Bildern und Plastiken nur zaghaft und vorläufig Form anzunehmen. Sie halten sich in einer spannungsvollen Balance zwischen Identität und Nicht-Identität. Eine eigentümliche Vertrautheit, die zugleich Fremdheit ist, Erstaunen auslöst und Fragen provoziert, stellt sich angesichts der Werke ein.

Das Ausstellungsprojekt wurde gemeinsam mit der Kunsthalle Recklinghausen erarbeitet und wird nach der Präsentation in Kaiserslautern auch im Ulmer Museum zu sehen sein. Für die unterschiedlichen an der Ausstellungsreihe beteiligten Museen entwickelt die Künstlerin jeweils raumbezogene Konzeptionen.

Zur Ausstellung ist ein Katalog in deutsch/englisch mit Texten von Elisabeth Bronfen, Britta E. Buhlmann, Wilfried Dickhoff und Hans-Jürgen Schwalm erschienen, Umfang 192 Seiten, 142 Abbildungen, Preis 21,00 EUR.

Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt vom Japanischen Kulturinstitut Köln und von der Stiftung pro helvetia.



[zurĂĽck]
Leiko Ikemura: "scoop"
(2000/01) Ă–l auf Jute, 120 x 160 cm Courtesy Galerie Karsten Greve