Bezirksverband Pfalz / Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk)
 
Werner Pokorny: "Holz und Stahl"
04.03.07 bis 29.04.07

Geometrische Formen in Holz und Stahl

Ausgehend von geometrischen Formen entwickelt der Künstler elementare Positionen, die er zu einer eigenen Formensprache zusammenfügt. Überlange, gekippte und gedrehte Mehrecke, Kegel, Schalen und Gitter verbinden sich zu überdimensionalen Raumzeichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Hausform in verschiedenen Ausprägungen. Werner Pokornys Arbeiten, in denen sich menschliche Existenzformen widerspiegeln, bewegen sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dynamik und Statik, oft in ihr Gegenteil verkehrt, rufen überraschende Wirkungen hervor.

Die Ausstellung im Museum des Bezirksverbands Pfalz gibt einen Überblick über das Schaffen Pokornys von 1994 an. Sie zeigt neben einer repräsentativen Auswahl großformatiger Plastiken, wobei die Stahlarbeiten im Mittelpunkt des Interesses stehen, auch Entwürfe und Zeichnungen. Im Außenbereich des Museums setzt die drei Meter hohe, 2001 entstandene Plastik "Haus/Haus/Gitter" aus Cortenstahl, eine witterungsbeständige Stahllegierung, einen deutlichen Akzent. Im Innenbereich konzentrieren sich zwei Räume auf die Gegenüberstellung von Holzskulpturen und rostroten Stahlplastiken, die einerseits die Haus-, andererseits die Mandorlaform, eine Gloriole oder Aura rund um die ganze Figur, thematisieren. Ein anderer zeigt eindrucksvolle schwarze Holzskulpturen. Eine Auswahl an Großbilddrucken von im öffentlichen Raum realisierten Werken korrespondiert mit den entsprechenden Entwürfen. Schwarz-weiße Pinselzeichnungen und solche mit Farbakzenten sowie eine Serie kleinformatiger, spontan hingeschriebener Farbstiftzeichnungen runden die Werkschau ab.

1949 in Mosbach geboren, studierte Werner Pokorny von 1971 bis 1976 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Baschang, Kalinowski und Neusel. Parallel widmete sich Pokorny dem Studium der Kunstgeschichte und der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Einem Gastaufenthalt in der Villa Romana, Florenz, 1988 folgte ein Jahr später ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1989/1990 hatte Pokorny eine Gastprofessur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe inne und wurde 1998 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart berufen, an der er als Professor für allgemeine künstlerische Ausbildung mit Schwerpunkt Bildhauerei lehrt. Werner Pokorny ist Mitglied des Künstlerbundes Baden-Württemberg, des Deutschen Künstlerbundes und der Darmstädter Sezession.

Das Ausstellungsprojekt ist in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Kunstmuseum Singen und der Kunsthalle Darmstadt entstanden. Es erscheint ein 152-seitiger Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen.




[zur├╝ck]
Werner Pokorny
Werner Pokorny: "Circolo" (1998) Stahl